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Playbook Agile Methoden: 160+ Arbeitsmethoden für 2024

Neue Formen der Zusammenarbeit und speziell agile Methoden werden seit einigen Jahren immer mehr zum Standard in der Wissensarbeit. Und regelmäßig kommen Methoden hinzu, mit denen die Aufgaben des Alltags besser zu lösen sind. Im Artikel erhalten Sie eine Übersicht zu agilen Methoden im Projektmanagement, Produktmanagement und in der (Selbst-)Führung von bzw. in agilen Teams.

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Was sind agile Methoden?

Unter agilen Methoden werden Instrumente zur Organisation von Arbeit und zur Zusammenarbeit zusammengefasst, mit denen die vier Kernwerte des agilen Manifests im Alltag umgesetzt werden können:

  1. Kundenzentrierung: Es ist wichtiger, gemeinsam mit Kund*innen Lösungen zu entwickeln, als sich an Formalien wie Verträgen und Verhandlungen aufzuhalten.
  2. Wirkungsfähigkeit: Es ist wichtiger, funktionierende Arbeitsergebnisse zu liefern, als standardisierte Prozesse einzuhalten.
  3. Anpassungsfähigkeit: Es ist wichtiger, auf Veränderungen und neues Wissen einzugehen, als einen Plan zu verfolgen.
  4. Verbundenheit: Es ist wichtiger, dass sich Menschen verstehen und gut zusammenarbeiten, als Prozesse und Tools in den Fokus zu legen.

Neben dem Agile Mindset sind es vor allem agile Methoden, die Teams zu Selbstführung befähigen und deren Geschwindigkeit erhöhen. Viele dieser Werkzeuge stammen aus Frameworks wie Scrum, Kanban, Design Thinking und Lean Startup. Auf der anderen Seite gibt es auch viele Methoden, die unabhängig von den Vorgehensmodellen und unabhängig von Agilität entwickelt wurden. Lernen kann man diese Methoden am besten in einer fundierten Ausbildung zum Agile Coach, Product Owner oder zur agilen Führungskraft.

Im Bereich der agilen Arbeit gibt es eine stetig wachsende Anzahl an Methoden, mit denen Teams ihre typischen Alltagsprobleme lösen:

  • Entscheidungen und Prioritäten werden nach Baugefühl und Erfahrung getroffen, ohne den aktuellen Kontext und Kundenbedarf ausreichend zu berücksichtigen.
  • Erwartungshaltungen, Anforderungen, Bedürfnisse und Ziele sind nicht klar definiert. Oder es existiert kein gemeinsames Bild, sodass die Orientierung fehlt und unbeabsichtigt gegeneinander gearbeitet wird.
  • Verantwortlichkeiten sind nicht eindeutig definiert, sodass Aufgaben von zu vielen Personen bearbeitet werden und es zu Interessenskonflikten kommt.
  • Wissen ist unstrukturiert oder nicht zielführend aufgebaut, sodass der Zeitaufwand für die fachliche und persönliche Entwicklung im Alltag zu groß ist.
  • Es mangelt an Transparenz für verschiedene Stakeholder, sodass Unsicherheiten und Konflikte entstehen.
  • Es werden häufig ähnliche Fehler gemacht und die Erfahrungen des Alltags fließen nicht in die Verbesserung der Zusammenarbeit ein.

Für die meisten dieser natürlich unvollständigen Liste der Alltagsprobleme gibt es mehrere methodische Alternativen. Je nach Kontext haben sie einen anderen Fokus. So helfen Empathy Maps dabei, die Perspektive einer Personengruppe nach ihren Sinnen zu strukturieren, während Personas eine Art Steckbrief sind, in dem ein ganzheitliches Bild des Lebens wiedergegeben wird. Alleine für das Thema „Zusammenarbeit verbessern“, an dem häufig mit agilen Retrospektiven gearbeitet wird, gibt es mehr als 20 agile Methoden.

In dieser Unübersichtlichkeit entstehen vielfach Missverständnisse – zu den Tools und zu Agilität insgesamt. Nachfolgend die häufigsten Verständnisfragen im Zusammenhang mit agilen Methoden:

  1. Wann sind agile Methoden sinnvoll?
  2. Sind Scrum, Kanban und Design Thinking agile Methoden?
  3. Wie passen SAFe und Holokratie zu agilen Methoden?
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Mehr zur Agile Coach Ausbildung
Ein Agile Coach von Me & Company im Gespräch mit Kunden

Wann sind agile Methoden sinnvoll?

Agile Arbeit ist ein Gegenentwurf zu den uns bekannten Prinzipien aus der tayloristisch geprägten Arbeitsorganisation. Diese weit verbreitete Form der Zusammenarbeit in der Prozess- und Linienorganisation wurde im Zeitalter der Industrialisierung für den Kontext der linearen Produktionsketten entwickelt. Die heute vorherrschende Kreativ- und Wissensarbeit hat ganz andere Voraussetzungen und Anforderungen.

Agile Methoden aus 1959: Ein schwarz-weiß Foto das eine Frau an einer Webmaschine in einer Fabrik zeigt
Arbeiterin in einem Umfeld, für das unsere Ideen von Arbeit entwickelt wurden.
Arbeiterin in einem Umfeld, für das unsere Ideen von Arbeit entwickelt wurden.

In fachlich komplexen Themenfeldern müssen Fachexpert*innen verschiedener Spezialisierungen gemeinsam und nicht in Abfolge an Lösungen arbeiten, um tragfähige Ergebnisse zu produzieren. Und das betrifft deutlich mehr Arbeitsfelder, als allgemein angenommen. Hier ein paar Beispiele aus unterschiedlichen Bereichen:

  • Für die Softwareentwicklung braucht es je nach Bedarf Expert*innen für Softwarearchitektur, Informationsarchitektur, Interfacedesign, Text, Datenbankprogrammierung, Server Administration, Programmierung in bestimmten Sprachen u.v.m.
  • Für die Entwicklung von Produkten braucht es je nach Bedarf Expert*innen für Marketing, Produkt / Service Design, Produktion, Logistik, Vertrieb, Pricing und verschiedene technologische Aspekte.
  • Für die Planung und Verwaltung von Finanzen braucht es je nach Bedarf Expert*innen für Budgets, Buchhaltung, Löhne, Jahresabschlüsse, Steuerrecht, Rücklagen, Investor Relations, Investitionen u.v.m.
  • Für eine Marketingkampagne braucht es die Perspektiven von Markenstrategen, Expert*innen für Digitale Kommunikation, Social Media, Influencer, Content Marketing, SEO, TV, Radio, Print, Messe u.v.m.
  • Für die Planung eines Gebäudes braucht es die Perspektiven der Generalunternehmer sowie je nach Bedarf Expert*innen für Architektur, Innenarchitektur, TGA-Planung, Statik, Raumausstattung, Bauleitung u.v.m.

In all diesen Arbeitsfeldern verbessern sich die Ergebnisse, wenn Arbeit von linearen Abläufen zu crossfunktionaler Zusammenarbeit nach agilen Prinzipien umgestellt wird. Alle Aufgaben, die keinem klar definierbaren Standard folgen und für die der regelmäßige Austausch mehrerer Disziplinen nötig ist, profitieren von agilen Methoden.

Arbeit organisiert sich meist nach der Führungsidee, Aufgaben zu verteilen und Ergebnisse zu kontrollieren. Das funktioniert nur, wenn die Führungskraft mehr weiß, als alle Stakeholder zusammen.

Nils Tißen
Company Designer von Me & Company

Agile Formen der Zusammenarbeit sind ein Kind der Wissensarbeit. In diesem Umfeld sind komplexe Aufgaben praktisch der Alltag. Hier ist man inmitten der VUCA-Welt, in der sich Informationslage oder Rahmenbedingungen schnell verändern und Lösungswege fortlaufend angepasst werden müssen. Die vorherige Planung eines Projektes ist nur zu einem gewissen Grad verlässlich. Termine und Verfügbarkeiten verschieben sich, neue, zuvor unbekannte Anforderungen tauchen auf oder neue Optionen zur Entwicklung einer Lösung entstehen. In all diesen Fällen muss die Planung angepasst werden.

Stacey Matrix für Entscheidungssituationen
Die Stacey Matrix definiert vier Entscheidungsumgebungen
Die Stacey Matrix definiert vier Entscheidungsumgebungen

Die Stacey Matrix hilft bei der Einordnung des eigenen Arbeitsumfelds durch vier Definitionen:

  • Einfaches Umfeld: Die notwendigen Schritte sind als Prozess definiert und können immer wie geplant eingehalten werden. Dieses Umfeld trifft man in der industriellen Produktion, in Handwerksbetrieben oder im Einzelhandel. Hier können agile Methoden ihre Vorteile nur sehr begrenzt ausspielen. Dafür stiftet Lean Management meist großen Wert.
  • Kompliziertes Umfeld: Die Ziele eines Projektes sind klar, aber die Lösung oder der Weg dorthin muss erst im Projekt ausgearbeitet werden – entweder weil verschiedene Stakeholder unterschiedliche Lösungen vorschlagen oder weil es verschiedene Wege gibt, diese zu erarbeiten. Dieses Umfeld findet sich meist in etablierten Unternehmen, die ihre Produkte und Angebote meist nur graduell verbessern. Auch im Vertrieb oder im Kundenservice herrscht ein kompliziertes Umfeld. Hier steigt der Mehrwert von agilen Methoden.
  • Komplexes Umfeld: Die Ziele eines Projektes sind grob definiert. Zugleich ist noch unklar, wie diese erreicht werden können. Einerseits muss Wissen aufgebaut werden, andererseits verändern sich die Rahmenbedingungen regelmäßig und die Team-Mitglieder müssen kurzfristig reagieren. Dieses Umfeld findet man unter anderem in Innovationsbereichen, bei der Entwicklung neuer Lösungen, in der Mode, der Softwareentwicklung, der Architektur und im Marketing. Zudem kann eine Transformation, Fusion oder eine Firmenübernahme ebenfalls für Komplexität sorgen. In diesem Umfeld haben agile Methoden ihre volle Wirksamkeit erreicht.
  • Chaotisches Umfeld: Die Ziele sind vage und uneindeutig. Es sind Formulierungen wie “Wir möchten ein Problem der Zielgruppe X lösen” oder “Wir wollen um Y % wachsen”. Auf dieser Basis kann kein konkreter Plan entwickelt werden und auch die Lösung ist noch unklar. Dieses Umfeld findet sich häufig in der Forschung, im Innovationsmagement, Intra- und Entrepreneurship.

Im komplexen und chaotischen Umfeld ist der maximale Wert von Agilität erreicht. In diesen Arbeitsbereichen haben viele Unternehmen 30-50 % bessere Ergebnisse erziel, wenn die Teams selbstorganisiert und agil gearbeitet haben. Hier drei der vielen Beispiele:

Sind Scrum, Kanban und Design Thinking agile Methoden?

Agilität besteht nicht nur aus agilen Methoden. Es ist ein ganzheitliches System zur Organisation von Arbeit. Dabei sind Methoden nur eine von insgesamt sieben Ebenen:

Und hier kommt es oft zu einem Missverständnis: Scrum, Kanban, Design Thinking, Design Sprints oder Lean Startup sind keine agilen Methoden. Es sind Vorgehensmodelle bzw. agile Frameworks. Agile Frameworks sind deutlich umfassender, als eine einzelne Methode. Mit einer Sportmetapher ausgedrückt: Ein Framework ist wie das Spielsystem einer Fußballmannschaft, während eine Methode einem Spielzug mit mehreren Team-Mitgliedern gleichkommt.

Methoden und Frameworks unterscheiden sich wie folgt:

Agile Methode

  • Das Team folgt einem schrittweise definierten Prozess.
  • Es gibt klare Anweisungen und wenig bis keine Abweichungen.
  • Meist ist eine Methode für ein bestimmtes Problem und eine bestimmte Situation entwickelt.

Agile Framework

Methoden oder Frameworks

Agile Methoden sind also ein guter Startpunkt für nicht-agile Teams, um neue Formen der Zusammenarbeit auszuprobieren. Der Lernaufwand ist überschaubar, es braucht meist nur Zeit und idealerweise einen Moderator.

Den vollen Effekt agiler Arbeitsweisen und damit auch der Methoden werden Teams erzielen, sobald sie auch den Vorgehensmodellen und damit der Haltung dieser Arbeitsformen folgen.

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Agile Methoden: Neue Ideen entwickeln

Wie passen SAFe und Holokratie zu agilen Methoden?

SAFe und Holokratie sind Möglichkeiten, um Agilität in einem größeren Teil des Unternehmens zu organisieren – also Enterprise Agility. Diese Formen der skalierten Agilität tragen Teams in sich, die mit agilen Frameworks wie Scrum, Kanban oder Design Thinking und damit auch mit agilen Methoden arbeiten.

Scaled Agile Framework (SAFe)

Das Scaled Agile Framework ist ein sehr umfassendes System zur Organisation von mehreren agilen Teams im Zusammenspiel. Es liefert Prozesse, Tools und Rollen, mit denen sichergestellt wird, dass die Arbeitsergebnisse dieser Teams ineinandergreifen und gemeinsamen Zielen folgen.

Holokratie

Holacracy (zu deutsch: Holokratie) ist ein agiles Organisationssystem, mit dessen Hilfe die Linien- oder Matrixorganisationen abgelöst werden können. Im Kern ändert es die Aufbaustruktur von Unternehmen, schafft also z.B. die Pyramide und ersetzt diese durch ein System flexibler Kreise. Mit Holokratie kommt zudem eine andere Form der Positionsbezeichnung und des Karrieresystems. Ziel ist es, die Zusammenarbeit durch andere Strukturen zu verbessern, indem z.B. Silos abgebaut werden.

Holokratie wird oder wurde zeitweilig von Unternehmen wie Zappos, BOL.com und auch von Me & Company eingesetzt.

Agile Methoden in der Übersicht

Es gibt unzählige agile Methoden und gefühlt kommen jeden Tag neue hinzu. Auch Me & Company steuert z.B. mit dem Lean Strategy Board oder Agile Role Mapping Tools bei, mit denen Teams die agilen Werte in ihrem Alltag leben können.

Mit der nachfolgenden Sammlung verfolgen wir das Ziel, eine möglichst ganzheitliche Übersicht zu schaffen. Dabei werden wir auch Methoden aus Management 3.0, Liberating Structures und den eng verwanden UX Methoden aufgreifen. Sollte eine Methode fehlen, freuen wir uns über einen Hinweis per E-Mail.

Um der Übersicht agiler Methoden eine Struktur zu geben, haben wir drei Kategorien gebildet:

Agile Methoden im Projektmanagement

Agile Frameworks wie Kanban und Scrum sind als fortlaufende Vorgehensmodelle entwickelt und denken in Produkten statt in Projekten. Doch viele der Methoden in der nachfolgenden Übersicht sind heute meist in der Verantwortung des Projektmanagements. Es sind Methoden, die Teams bei folgenden Aufgaben unterstützen:

Agile Methoden im Projektmanagement

Aufgaben definieren

Damit gute Ergebnisse entstehen, braucht es ein klares Bild zu den Aufgaben. Gleichzeitig soll der Aufwand überschaubar bleiben. Die nachfolgenden agilen Methoden helfen dem Team, eine gute Balance zu finden.

Akzeptanzkriterien

Als Teil der User Stories definieren sie, welche Bedingungen durch das gewünschte Arbeitsergebnis für eine Abnahme berücksichtigt werden müssen.

Briefing Grid

Zur Vorbereitung von Projekten, Workshops oder Trainings schafft es ein gemeinsames Bild zu Anforderungen, Rahmenbedingungen und Erwartungshaltungen.

Definition of Done

In der DoD sammelt das Team übergreifende Qualitätskriterien, die von einem Arbeitsergebnis erfüllt werden müssen, bevor es an Kunden geliefert wird.

Definition of Ready

In der DoR sammelt das Team Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, bevor eine Aufgabe vom Team bearbeitet werden kann.

Job Story

Sie definieren einen zu erledigenden Job, ohne die Lösung vorzugeben. Dabei liegt der Fokus auf der Ausgangssituation und Motivation der Nutzer

User Story

Sie definieren ein zu erreichendes Ziel, ohne die Lösung vorzugeben. Dabei liegt der Fokus auf den Bedürfnissen und Ergebnissen der Nutzer*innen.

Agile Methoden: Aufgaben definieren
Agile Methoden im Projektmanagement

Aufwände schätzen

Anders als im traditionellen Projektmanagement legen agile Teams in der Gruppe fest, wie aufwändig es ist, eine Lösung zu entwickeln. Agile Methoden helfen nicht nur dabei, den Aufwand zu definieren. Sie sollen vor allem den Austausch fördern.

Planning Poker

Dieser Ansatz erlaubt es einem Team, sich spielerisch einem gemeinsamen Vorgehen zu nähern. Die Expertise der gesamten Gruppe fließt ein.

Story Points

Statt einer zeitlichen Bewertung arbeitet das Team mit einer abstrakten Bewertung von Umfang und Komplexität.

T-Shirt Sizing

Als sehr einfache Form der Aufwandsbeschreibung ist T-Shirt-Sizing vor allem eine schnelle Alternative zu Zeit oder Story Points.

Agile Methoden: Aufwände schätzen mit Planning Poker
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Agile Methoden im Projektmanagement

Aufgaben priorisieren

Unklare Prioritäten sind ein häufiges Problem im Arbeitsalltag. Neben den agilen Methoden im Projektmanagement gibt es auch im agilen Produktmanagement viele verwandte Methoden, um Ideen zu bewerten. Einfach runterscrollen.

Eisenhower-Matrix

Weit verbreitet priorisiert die 2x2-Matrix Aufgaben nach den Kriterien dringend und wichtig.

Forced Ranking

Mit dieser Methode werden die Prioritäten einzelner Team-Mitglieder zu einem gemeinsamen Ranking aufaddiert.

ICE Scoring

Dieses Modell bewertet Aufgaben nach Wirksamkeit des Ergebnisses, Sicherheit für die eigene Einschätzung und Schwierigkeit in der Umsetzung.

Opportunity Score

Ein etwas aufwändigeres, dafür kundenzentriertes Modell, das den Fokus auf Relevanz und Wirksamkeit für Nutzer*innen legt.

PIE Methode

In diesem Modell liegt der Fokus auf dem Potenzial einer Maßnahme, der Relevanz für die priorisierten Stakeholder und der Schwierigkeit der Umsetzung.

Value Points

Value Points ergänzen in Story Points definierte Aufwände um den Mehrwert für die Nutzer*innen. Sie können ebenfalls mit Planning Poker erspielt werden.

Weighted Shortest Job First (WSJF)

Für den eher wirtschaftlich orientierten WSJF-Wert werden Opportunitätskosten und Entwicklungsaufwände geschätzt und ins Verhältnis gesetzt.

Agile Methoden: Aufgaben priorisieren mit Forced Ranking
Agile Methoden im Projektmanagement

Arbeit organisieren

Agile Methoden zur Aufgabenorganisation sollen Transparenz aufbauen und Erwartungen managen. Mit Hilfe dieser Tools behalten Teams, Führungskräfte und weitere Stakeholder den Überblick zu aktuellen und künftigen Aufgaben.

DEEP Backlog

Weniger eine Methode, mehr ein Tool zur Visualisierung: Das Backlog ist eine Liste, in der Aufgaben eindeutig priorisiert werden.

Feature-based Product Roadmap

Wenn sich Arbeitsergebnisse bereits vor Start der Arbeit beschreiben lassen, hilft diese Form der Roadmap eine zeitliche Übersicht zu bekommen.

GO Product Roadmap

Wenn sich Teams nach Zielen statt nach Arbeitsergebnissen organisieren, hilft diese Form der Roadmap eine zeitliche Übersicht zu bekommen.

Kanban Board

Wie Backlogs sind Kanban Boards ein Tool zur Strukturierung. Sie zeigen den Status einer Aufgabe im Entwicklungsprozess.

PERT Chart

Mit diesem Netzwerk-Diagramm skizzieren Teams die Abhängigkeiten in der Entwicklung von Lösungen.

Weekly Board

Als Übersicht zu aktuellen Themen, Kennzahlen und Zielen eignen sie sich, um eine wöchentliche Übersicht zu erhalten.

Agile Methoden: Arbeit organisieren mit Kanban
Agile Methoden im Projektmanagement

Entscheidung treffen

Ein großer Teil der täglichen Arbeit befasst sich mit kleinen und großen Entscheidungen. Daher haben agile Teams, die meist selbstorganisiert arbeiten, eine Reihe von Techniken entwickelt, um das Finden von Entscheidungen hilfreich zu gestalten.

Dot Voting

Eine einfache und schnelle Methode, um zwischen verschiedenen Optionen zu entscheiden.

Fist to Five

Diese Technik ermöglicht es, ohne großen Aufwand die in fünf Stufen differenzierte Zustimmung oder Ablehnung einer Gruppe einzuholen.

Konsens

Entscheidungen nach dem Konsens-Verfahren werden nur bei sehr kritischen Themen gewählt, bei denen eine einstimmige Antwort nötig ist.

Konsent

Konsent dreht das Konsens-Verfahren um: Statt die Zustimmung der gesamten Gruppe einzufordern, werden Lösungen ohne Veto verfolgt.

Ritual Dissent

Das bewusst vernichtende Feedback dieser Methode hat zum Ziel, kritische Probleme zu aufzudecken.

Systemisches Konsensieren

In diesem Entscheidungsprozess können auch größere Gruppen zu einer fundierten Lösung kommen.

Agile Methoden: Entscheidungen treffen
Agile Methoden im Projektmanagement

Ergebnisqualität steigern

Eine gute Definition der Aufgaben ist das Fundament für gute Ergebnisqualität. Damit diese stetig gesteigert werden kann, gibt es agile Methoden, sogenannte Root-Cause-Analysen, mit denen ein Team Klarheit zu Problemursachen bekommt.

5-Whys-Analyse

Diese sehr einfache Methode erlaubt es einer Gruppe auf einfache Weise, Ursachen zu ergründen und Probleme von Symptomen zu trennen.

Fishbone Analyse

Auf Basis von 6-8 ausgewählten Faktoren, hilft sie ein differenziertes Bild zu den Ursachen eines Problems zu gewinnen.

Sprint Review Template

Diese Vorlage für das Scrum Event gibt Struktur und hilft wertvolles Feedback von verschiedenen Stakeholdern einzuholen.

Agile Methoden: Entscheidungsqualität steigern
Agile Methoden im Projektmanagement

Fortschritt messen

Agile Teams haben ein intrinsisches Interesse daran, stetig besser zu werden. Aus diesem Grund bieten die Frameworks verschiedene Methoden und KPIs, mit denen eine messbare Selbsteinschätzung möglich wird.

Burndown Chart

Dieses Diagramm zeigt die verbleibenden Aufgaben eines Teams bis zu einem definiertem Enddatum und ob es das Lieferdatum einhalten kann.

Cumulative Flow Diagram (CFD)

Das CFD ermöglicht dem Team eine detaillierte Selbstanalyse der benötigten Zeit je Arbeitsphase.

Lead & Cycle Time Diagram

Mit diesem Diagramm visualisiert ein Team die Zeit zwischen Start und Abschluss einer Anfrage (Lead Time) bzw. Aufgabe (Cycle Time).

Pirate Metrics

Speziell im Kontext zur Vermarktung und zum Vertrieb von Produkten hilft die Methode, zielorientiert am Wachstum des Unternehmens zu arbeiten.

Scoreboard Index

Als Ergänzung zu Objectives & Key Results visualisiert der Index den Fortschritt des Teams in Bezug auf die relevanten Metriken.

Throughput Run Chart

Sind die typsichen Aufgaben eines Teams immer mit ähnlichen Aufwänden verbunden, hilft diese Analyse dabei Unregelmäßigkeiten sichtbar zu machen.

Velocity Chart

Teams, die für ihre Aufgaben Aufwände schätzen, analysieren ihre Effizienz und die Zuverlässigkeit ihrer Schätzungen mit dem Velocity Chart.

Agile Methoden: Fortschritt messen

Agile Methoden im Produktmanagement

Auch für das Produktmanagement gibt es verschiedene agile Frameworks: Design Thinking, Design Sprints, Customer Development, Lean Startup, LeanUX, DevOps, DesignOps – die Liste lässt sich fortführen. Sie alle bringen einen Werkzeugkoffer mit Tools und Hilfsmitteln, um Teams einen Startpunkt für co-kreative Zusammenarbeit zu geben. Darüberhinaus entstehen auch neben den Frameworks agile Methoden im Produktmanagement.

Für eine gute Übersicht haben wie sie in folgenden Aufgabenbereiche kategorisiert:

Agile Methoden im Produktmanagement

Vision und Ziele definieren

Neben der Unternehmensvision, mit der die Zukunft der gesamten Firma skizziert wird, liefern die Produktvision sowie die dazu passende Strategie ein deutlich konkreteres Bild für die an Entwicklung, Vermarktung und Betrieb beteiligten Teams.

Elevator Pitch

Die kompakteste Form, um die wichtigsten Aspekte eines Produktes auf den Punkt zu bringen – in einem Satz.

Product Vision Board

Eher ein Strategie-Board, mit dem Teams über fünf Kriterien die nächsten Ziele definieren und für die operative Arbeit vorzubereiten.

Product Strategy Canvas

Eher eine Methode, mit der sich die Vision und der gewünschte Mehrwert des Produkts greifbar machen lässt.

Agile Methoden: Vision und Ziele definieren
Agile Methoden im Produktmanagement

Bedürfnisse erforschen

Damit Teams hilfreiche Ergebnisse entwickeln, brauchen sie ein gutes Verständnis zu den Problemen und Zielen der Nutzer*innen sowie weiterer Stakeholder. Mit folgenden Methoden erforschen sie Bedürfnisse, Vorgaben und Erwartungen, als Basis für neue Ideen und Entscheidungen.

5 Whys-Technik

Die Form der Fragetechnik hilft dabei, von Symptomen und Scheinwahrheiten auf Ursachen und Hintergründe zu gelangen.

“A day in the Life”-Studie

Eine verlässliche Form des Wissensaufbaus: In diesem Format werden Kunden in ihrem Alltag begleitet oder im Interview im Detail zu ihrem Alltag befragt.

Dokumentenanalyse

IT-Tickets, Anfragen im Kundenservice oder andere Dokumente liefern wertvolle Hinweise auf unerfüllte Bedürfnisse.

Experteninterviews

Im Gespräch mit Fachexpert*innen entsteht ein Überblick zu Kundentypen. Es lässt sich erkennen, mit wem sich vertiefende Interviews lohnen.

Fokusgruppen

Diese moderierte Diskussion deckt die Meinungen, Ziele und Bedürfnisse verschiedener Kundentypen auf. Eine Basis für vertiefende Interviews.

Kontextinterviews

Um bei kritischen Punkten ehrliche Antworten zu erhalten, werden Interviews in dem Moment oder Kontext geführt, in dem etwas geschieht.

Kulturproben

Die Analyse von z.B. Plakaten, Musik, Mode verspricht tiefes Wissen zu Umgangsformen und erfüllten Bedürfnissen in einem Personenkreis.

Sampling

Diese Methoden stellen sicher, dass Erkenntnisse in einer repräsentativen Gruppe gesammelt wurden, damit die Ergebnisse vertrauenswürdig sind.

Shadowing

Durch stille Beobachter*innen begleitet entstehen Erkenntnisse aus Verhaltensmustern, die den Teilnehmenden oftmals selbst nicht bewusst sind.

Tagebuchstudien

Durch kompakte Abfragen, oft mehrfach am Tag, werden Hinweise gewonnen, die oft unbewusst stattfinden oder schnell wieder vergessen sind.

Tiefeninterviews

In mehrstündigen Interviews werden Bedürfnisse, Sorgen, Probleme oder Ziele sichtbar. Durch die tiefgreifende Analyse entsteht ein umfassendes Bild.

Quantitative Umfragen

Für eine Gewichtung von Alternativen oder ein breites Meinungsbild, werden in Umfragen möglichst größere Menschengruppen befragt.

Agile Methoden: Bedürfnisse erforschen
Agile Methoden im Produktmanagement

Wissen strukturieren

Damit ein agiles Team kundenzentriert arbeiten kann, braucht es einen einfachen Zugang zum ständig wachsenden Wissen. Hierzu haben sich vielfältige agile Methoden entwickelt, die einerseits helfen, diese Strukturen herzustellen, andererseits für den richtigen Fokus sorgen.

Card Sorting

Ursprünglich für die Entwicklung von Navigationsstrukturen auf Websites entwickelt, hilft es jede Form von Wissen in Kategorien zu organisieren.

Customer/User Experience Mapping

Im Experience Mapping werden die Wahrnehmungen der Kund*innen im Kontext zu einem Ziel schrittweise sturkturiert.

Customer/User Journey Mapping

Hierbei werden die Wahrnehmungen von Kund*innen in Bezug auf ein Produkt oder eine Lösung von der Kaufentscheidung bis zum Ende der Anwendung strukturiert.

Ecosystem Mapping

Diese Darstellung des Wertstroms einer Organisation liefert die Übersicht zu allen relevanten Akteur*innen und deren Aufgaben.

Empathy Mapping

Über die Faktoren Sehen, Hören, Sprechen, Machen und Fühlen wird Kundenwissen tiefgehend strukturiert, sodass es leicht fällt Emphatie aufzubauen.

Jobs to be Done

Hiermit werden die Schritte von Nutzer*innen auf dem Weg zu einem Ziel in Aufgaben und Ziele überführt – eine hilfreiche Basis für neue Produktmerkmale.

Mental Model Diagram

In diesem Modell werden z.B. Aufgaben, Fragen oder Gegenstände in Kategorien eingeteilt, um die gedanklichen Struktur von Personen abzubilden.

Obeya Room

An diesem zentralen Ort kommen alle visuellen Tools physisch zusammen. Hier können Teams und Stakeholder jederzeit ein gemeinsames Bild finden.

(Buyer) Persona Mapping

Dieser Steckbrief skizziert das ganzheitliche Bild einer Kundengruppe. Situation, Verhaltensmuster und Bedürfnislage geben einen guten Überblick.

Proto Personas

Diese stark vereinfachte Variante der Personas erlaubt es, z.B. in Workshops, einen schnellen Überblick zu allen potenziellen Kundentypen aufzubauen.

SCARF Modell

Über die Dimensionen Status, Sicherheit, Autonomy, Verbundenheit und Fairness, lassen sich Bedürfnisse einer Person oder Gruppe einordnen.

Stakeholder Mapping

Indem es Stakeholder in vier Gruppen einteilt, ermittelt ein Team den Informations- und Handlungsbedarf in Bezug auf diese Gruppen.

Stakeholder Onion Diagram

In dieser Landkarte wird eine Übersicht zu allen Akteur*innen erstellt, die für ein bestimmtes Themengebiet in einer Beziehung zueinander stehen.

Synthesis Wall

Meist auf tragbaren Whiteboards organisiert, werden hier Erkenntnisse zusammengetragen und schrittweise in strukturiertes Wissen überführt.

Territory Mapping

In dieser Landkarte werden Akteur*innen eines gemeinsamen Systems (z.B. Buying Center) in Beziehung zueinander und zu ihrem physischen Umfeld gesetzt.

Agile Methoden: Wissen strukturieren
Agile Methoden im Produktmanagement

Neue Ideen entwickeln

Damit Teams langfristig innovativ und erfolgreich arbeiten, müssen sie regelmäßig bessere Lösungen für die Probleme ihrer Kund*innen finden. Die folgenden Kreativitätstechniken helfen dabei, andere Perspektiven einzunehmen und andere mentale Denkmuster zuzulassen. Dadurch entstehen neuartige Ideen und kundenzentrierte Lösungsansätze.

6-3-5-Methode

Mit dieser Gruppenübung werden Lösungsvorschläge gemeinsam ausgearbeitet. So entsteht eine Sammlung von über 100 Ideen in weniger als 30 Minuten.

Brainstorming

Im co-kreativen Austausch werden Ideen gesammelt und durch gegenseitige Inspiration in der Gruppe ausgearbeitet.

Design Studio

In diesem Format werden Ideen gemeinsam in der Gruppe ausgearbeitet. Durch strenges Timeboxing entstehen unkonventionelle Lösungsansätze.

How Might We-Technik

Mithilfe von „Wie könnten wir …?“-Fragen öffnet sich der Lösungsraum des Teams. Mentale Denkmuster verändern sich und lassen neue Problemlösungen zu.

Opportunity Solution Tree

Diese Form des Baumdiagramms visualisiert mögliche Lösungswege, die das Team zur Erreichung eines Ziels einschlagen kann.

SCAMPER-Methode

Die Kreativitätstechnik unterstützt die Ideenfindung rund um ein Produkt oder ein Problem durch eine Checkliste mit sieben einfachen Fragen.

Scenario Mapping

Als Basis für die Ideenphase bietet diese Darstellung einzelner Schritte einen klaren Blick auf Auslöser, Intention und Handlung in Bezug zu einer einzelnen Aufgabe.

Six Thinking Hats

Indem die Gruppe sechs unterschiedliche Perspektiven einnimmt, erhalten Ideen eine Balance zwischen neuartigem und kritischem Denken.

Walt-Disney-Methode

Bei dieser Methode werden Problemstellungen aus drei unterschiedlichen Rollen betrachtet. Dadurch entstehen Ideen aus jeweils anderen Blickwinkeln.

What If-Technik (SWIFT-Analyse)

Das Formulieren offener „Was wäre, wenn …“-Fragen hilft Teams, eine Vielzahl möglicher Auswirkungen abzuwägen und geeignete Lösungsideen abzuleiten.

Agile Methoden: Neue Ideen entwickeln
Agile Methoden im Produktmanagement

Ideen bewerten

Damit agile Teams zeit- und kosteneffizient testbare Lösungen entwickeln können, ist eine Fokussierung auf die vielversprechendsten Ideen wichtig. Die folgenden Methoden helfen bei einer systematischen Bewertung und Priorisierung der vorhandenen Lösungsideen.

Decision Matrix

Anhand einer Matrix werden mögliche Optionen untersucht und eingeordnet. Bei Entscheidung können so mehrere Faktoren gleichzeitig berücksichtigt werden.

Focus Matrix

Um den Fokus zu halten, bewertet das Team alle Ideen anhand projektrelevanter Kriterien. Das Ergebnis: eine priorisierte Einteilung der möglichen Optionen.

Kano-Modell

Die Kano-Analyse rückt die Kundenanforderungen in den Fokus. So ergeben sich Produktmerkmale, die nachhaltig für mehr Kundenzufriedenheit sorgen.

How-Now-Wow Matrix

Mit den Entscheidungskriterien Originalität und Machbarkeit teilt die Matrix Ideen in die drei Handlungsfelder Now, Wow und How ein.

MoSCoW Matrix

Bei dieser Methode werden Anforderungen gemäß ihrer Relevanz für Stakeholder in vier Kategorien eingeteilt: Must-Have, Should-Have, Could-Have und Won’t-Have.

Agile Methoden: Ideen bewerten mit der Fokus Matrix
Agile Methoden im Produktmanagement

Prototyp entwickeln

Bevor ein Team viel Entwicklungszeit in eine Lösung investiert, die eventuell niemand braucht, sollten Ideen und Thesen überprüft werden. Die verschiedenen Prototypen helfen ihnen dabei, eine testfähige Grundlage zu entwickeln und das agile Prinzip “Fail fast, fail cheap” umzusetzten.

Business Model Canvas

Das Geschäftsmodell auf einer Seite: Der Business Model Canvas erlaubt es, die wichtigsten Faktoren einer Unternehmung zusammenzufassen.

Concierge MVP

Diese Form des Minimum Viable Products (s.u.) eignet sich, um digitale Services zu verproben, ohne aufwändige Automatisierungen zu programmieren.

Lean Canvas

Diese Alternative zum Business Model Canvas stellt vor allem die Vorteile gegenüber existierenden Geschäftsmodellen heraus.

Lego® Serious Play®

Im Prototyping eignet sich LSP vor allem, um mit einfachen Mitteln haptische Produkte erklärbar zu machen oder Prozesse räumlich darzustellen.

Clickdummy

Als digitaler Protoyp sind Clickdummies eine visuell und funktional stark vereinfachte Version einer digitalen Lösung, die von Nutzern in Teilen genutzt werden kann.

Minimum Viable Product

MVPs sind funktionsfähige aber möglichst stark vereinfachte Produkte, mit denen die Marktchancen geklärt werden können.

Moodboard

Mit dieser Art der Kollage lässt sich die visuelle Ausrichtung z.B. von Marken, Bildwelten oder auch Events und Inneneinrichtungen definieren.

Paper Prototyping

Ähnlich zum Lego® Serious Play® ermöglicht diese Form, haptische Produkte zu skizzieren oder Prozesse räumlich darzustellen.

Popup Stores

Diese aufwändigere Form des Prototypen eignet sich, um zum Beispiel Ideen für Restaraunts oder den Einzelhandel zu verproben.

Service/Business Origami

Dieser Mix aus Zeichnungen und Papierprototypen eignet sich, um Ideen für künftige Customer Journeys zu einem greifbaren Erlebnis zu machen.

Storyboards

Schnelle Storyboard-Skizzen helfen, Ideen zu visualisieren und gleichzeitig als sehr einfache Form des Prototyps für Nutzertests bereitszustellen.

Value Proposition Canvas

Im Zusammenspiel zwischen Jobs, Problemen und Zielen von Kundengruppen lassen sich prototypisch Produktmerkmale und Mehrwert ausarbeiten.

Wireframe

Diese einfachen Skizzen erlauben es UX Desiger*innen, den Aufbau von Apps und Websites mit wenigen Linien darzustellen.

Agile Methoden: Prototyp entwickeln
Agile Methoden im Produktmanagement

Lösungen testen

Damit Prototypen oder neue Funktionalitäten für bestehende Produkte Erwartungen erfüllen und Mehrwert für Nutzer*innen liefern, sollten sie getestet werden. Um Lösungen zu testen, gibt es eine Reihe von agilen Methoden, die agile Teams je nach Situation für sich nutzen können.

A/B-Test

In diesen quantitativen Test werden zwei Varianten einer Lösung einander gegenübergstellt, um z.B. Klicks und Conversions zu optimieren.

Expert Review

Diese Methode ist eine unaufwändigere Alternative zum UX Lab, in der zwei Expert*innen eine Lösung analysieren und eine strukturierte Einschätzung geben.

Eye-Tracking

Indem der Blickverlauf von Nutzer*innen mit einer Kamera verfolgt wird, lässt sich die visuelle Aufmerksamkeit und Wahrnehmung untersuchen.

Fake Door Test

In diesem Test wird die fertige Lösung angedeutet, in dem meist nur ein erster Schritt des Prozesses entwickelt wird, um zu sehen, wie die Nachfrage der Nutzer*innen ist.

Tree Testing

In diesem moderierten Format, wird geprüft, wie schnell und intuitiv Nutzer*innen ausgewählte Inhalte über die Navigation und Content-Struktur finden.

User Analytics

Unterstützt durch spezielle Software werden hilfreiche Daten über das Verhalten von Nutzer*innen, z.B. auf Websites, erhoben.

Wizard of Oz

Dieser Test liefert authentische Reaktionen von Proband*innen, die mit einem nur scheinbar funktionstüchtigen System interagieren, das de facto von einem Operator bedient wird.

Agile Methoden: Lösungen testen
Agile Methoden im Produktmanagement

Anforderungen definieren

Damit Prototypen zu ausgefeilten Lösungen werden können, müssen Anforderungen auf verschiedenen Ebenen strukturiert werden. Die folgenden agilen Methoden geben Teams ein besseres Verständnis zur angedachten Lösung und definieren inhaltliche Leitplanken.

Entity Relationship Diagram

Mit dieser Visualisierung werden Beziehungen in Datenstrukturen skizziert, um Zusammenhänge in der Kommunikation sichtbar zu machen.

User Flow Chart

Diese detaillierte Form der Prozessdarstellung hilft dabei, Abläufe und die dafür nötigen Bedingungen zu definieren.

User Story Mapping

Im Story Mapping überführt das Team die User Journey in einzelne Aufgaben für die Entwicklung der Lösung.

Service Blueprint

Diese Darstellung eines Prozesses unterscheidet zwischen Aktivitäten, die für Kund*innen sichtbar sind und solchen, die im Hintergrund stattfinden.

SIPOC

Diese Prozessdarstellung eignet sich, um den Umgang mit Daten in IT-Systemen oder die Produktion von Produkten zu planen.

Value Stream Mapping

Mit der Wertstromanalyse werden die Elemente eines produzierenden Systems in ihrem typischen Ablauf visualisiert.

Agile Methoden: Anforderungen definieren

Agile Methoden in der Führung

Im Kontext zu neuen Formen der Zusammenarbeit funktioniert auch die Rolle agiler Führungskräfte anders. Statt direktiv zu handeln, sorgen sie mit einem unterstützenden, transformationellen Führungsstil dafür, dass Teams einen guten Rahmen zur Selbstorganisation haben. Damit dies möglich ist, gibt es agile Führungsmethoden:

Agile Methoden in der Führung

Sinn, Vision und Ziele koordinieren

Mit den folgenden agilen Methoden können agile Führungskräfte den Strategieprozess strukturierter und schneller gestalten. Zudem wird die Strategie zugänglicher und damit leichter im Alltag verankert.

3 Action Steps

Dieser ritualisierte Blick in die Zukunft macht es leicht, strategische Ziele herzuleiten.

4 Disciplines of Executino (4DX)

Dieses werteorientierte System setzt Ziele über die vier Disziplinen Fokus, Hebel, Engagement und Verantwortung.

5 Forces

Michael Porters Analyse unterstützt Strategen dabei, Marktdynamiken einzuschätzen und für die Strategie aufzubereiten.

Balanced Scorecard

Dieses taktische Instrument übersetzt Vision und Strategie über vier Dimensionen in messbare Ziele: Kunde, Lernen und Verbessern, interne Prozesse und Finanzen.

Big Hairy Audacious Goal (BHAG)

Ein großes, unerreichbar wirkendes Ziel für die langfristige Orientierung der Organisation, bildet neben der Vision einen Rahmen für die Strategie.

Business Model Portfolio

Auf Basis des Ambidextrie-Gedankens zeigt es die Reifegrade der Geschäftsmodelle eines Unternehmens.

Competitive Landscape Analysis

Diese umfassende Analyse von Wettbewerbern erlaubt es, Chancen und Risiken einzuschätzen, die durch andere Unternehmen ausgelöst werden.

Environment Mapping

Mit den vier Kategorien Trends, Markt, Wirtschaft und Industrie erlaubt diese strategische Analyse einen ganzheitlichen Blick in das Umfeld.

Hoshin Kanri

Ein ganzheitlicher Ansatz, mit dem die Vision, mittelfristige, jährliche Ziele und kurzfristige Initiativen miteinander verbunden werden.

Impact Mapping

Diese übersichtliche Methode schafft einen Bezug zwischen strategischen Zielen und deren gewünschte Wirkung für Zielpersonen.

Kanban Portfolio Board

Über Kanban Flight Levels lassen sich Kanban Boards für die Koordination der Strategieumsetzung nutzen. Sie visualisieren den Status der strategischen Initiativen.

Lean Strategy Board

Dieses visuelle Board ergänzt OKR um die strategische Frage nach mittelfristigen Zielen und den Herausforderungen, die es hierzu zu lösen gilt.

Lean Value Tree (LVT)

Mit diesem Tool werden strategischen Ziele aus dem Mission Statement eines Unternehmens abgeleitet. Sie sind die Grundlage für Mehrwert- und Lieferversprechen.

Moonshots

Bewusst überzogene Ziele helfen Teams (in der Theorie) dabei, maximale Leistungen zu erbringen und das scheinbar unerreichbare möglich zu machen.

North Star Metric (NSM)

Ziele müssen zum Fokus anregen, messbar und leicht verständlich sein. NSM greift diese Haltung auf und begrenzt die Zieldefinition auf eine einzelne, zentrale Metrik.

OGSM-Framework

Die Verbindung von Objectives, Goals, Strategies, Measures führt zum selbsterklärenden Namen dieses Rahmenwerks für Zielsetzung.

Objectives & Key Results (OKR)

OKR verbinden die Definition eines kundenzentrierten Ziels mit messbaren Ergebnissen, So kann ein Team den eigenen Fortschritt erkennen und weiß, ob ein Ziel erreicht wurde oder nicht.

Purpose Turnier

Das Format hilft einem Team, ein gemeinsames Purpose Statement zu formulieren und so den Sinn hinter den Aufgaben zu beschreiben.

SMART Goals

Möglichst konkret ohne sich in Details zu verliefen – SMARTE Ziele sorgen für eine hilfreiche Balance und sorgen auf diese Weise für Klarheit im Team.

SWOT-Analyse

Durch die Analyse und Definition von Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken entsteht eine greifbare Herleitung für strategische Ziele.

Wardley Mapping

Durch diese Analyse der Wertschöpfungskette werden Potenziale für Wettbewebsvorteile erkennbar.

Agile Methoden: Strategie definieren mit dem Lean Strategy Board
Agile Methoden in der Führung

Zusammenarbeit verbessern

Agile Teams nehmen sich viel Zeit, um ihre Zusammenabeit effektiver und effizienter zu gestalten. Damit sie stukturiert vorgehen können, sind viele agile Methoden zur Analyse und für hilfreiches Feedback entstanden.

Celebration Grid

Indem es Fehler und Erfolge gleichermaßen feiert, stärkt die Methode das Agile Mindset. Es entsteht eine Fehlerkultur und Mut zum Experimentieren.

Culture Mapping

Culture Mapping hilft dabei, Organisationskultur zu verstehen, verdeckte Widerstände offenzulegen und Potentiale für den bevorstehenden Change sichtbar zu machen.

Dependency Radar

Mit dem Radar werden die Erwartungen zwischen Teams, die in Abhängigkeit zueinander stehen, planbarer und Verzögerungen reduziert.

Drop, Add, Keep, Improve

Mit dieser Form der Retrospektive analyisiert das Team die Zusammenarbeit und Experimente in Prozessen oder der Produktentwicklung.

Energy Levels

Mit Energy Levels lassen sich Energiesauger und Energiequellen identifizieren. Teammitglieder entwickeln einen reflektierten Blick auf ihre mentale Leistungsfähigkeit.

Happyness Door

Durch dieses kompakte Tool werden Wünsche, Sorgen und Motivationstreiber im Team sichtbar. So lässt sich die Zufriedenheit unkompliziert steigern.

Enablement Radar

Dieses Tool hilft dabei, eine differenzierte Sicht auf die Hindernisse im Arbeitsalltag zu gewinnen und hilfreichere Lösungen zu finden.

I like, I wish, I wonder

Diese Form der Retrospektive legt den Fokus auf die individuellen Bedürfnisse der Teammitglieder.

Keep-Start-Stop

Diese Form der Retrospektive ist leicht verständlich und braucht nicht viel Zeit. Der Fokus liegt auf dem analytischen Blick in die Zukunft.

Kudo-Karten

Mit diesen Karten geben Teammitglieder einander Anerkennung und wertschätzen die Zusammenarbeit.

Liked, Learned, Lacked, Longed for

Die 4L-Methode hilft Teammitgliedern, ihre eigenen Bedürfnisse zu reflektieren. Das erhöht das gegenseitige Verständnis.

Meta-Retrospective

Dieses Format eignet sich für das erweiterte Team oder ganze Unternehmensbereiche. Sie hilft dabei, einen ganzheitlichen Blick zu gewinnen.

Mountain Climber

Diese Retrospektive arbeitet mit einem Szenario. Insbesondere erfahrenere Teams erhalten damit Abwechslung im Austausch über ihre Zusammenarbeit.

Moving Motivators

Mit 10 Motivatoren gleichen Teammitglieder ihren inneren Antrieb mit den Hindernissen des Alltags ab und finden Lösungen für mehr Spaß im Job.

Pair Programming

Indem zwei Entwickler gemeinsam an einer Lösung arbeiten, vermeiden sie Fehler, sparen damit Zeit und bilden sich zugleich aus.

Peer Feedback

Diese regelmäßigen Feedbackgespräche mit Kolleg*innen unterstützen selbstständiges Lernen und sind eine Alternative z.B. zum 360-Grad-Feedback.

Reflecting Team

Für Konflikte und Krisengespräche entwickelt, sorgt das Format in komplexen Situationen für eine tiefe Reflexion und einen hilfreichen Prozess.

Sailboat Retrospective

Eine Retrospektive, die mit Bildern arbeitet und so Druck senkt und assoziatives Denken fördert.

Team Health Check

Von Spotify entwickelt, gibt dieses Reflexionsformat konkrete Kriterien vor, mit denen ein Team die Gesundheit der Zusammenarbeit prüfen kann.

Agile Methoden: Zusammenarbeit verbessern mit dem Peer Feedback
Agile Methoden in der Führung

Kommunikation verbessern

Viele Herausforderungen in der Zusammenarbeit entstehen durch Kommunikationsprobleme. Die folgenden agilen Methoden helfen dabei, über eine klare Gesprächsstruktur schneller zu gemeinsamen Lösungen zu kommen. Gleichzeitig reduzieren sie das Konfliktpotenzial.

Active Listening

Mit dieser Sammlung von Gesprächsprinzipien steigt die Empathie und ein respektvoller Umgang wird gewahrt.

Gewaltfreie Kommunikation

Diese strukturgebende Technik hilft dabei, ohne persönliche Angriffe über kritische Themen zu sprechen.

Golden Circle

Wozu, wie und was – mit diesen drei Fragen lassen sich viele komplizierte Themen einfach und verständlich strukturien.

GROW Modell

Über die Dimensionen Goal, Reality, Options, Will lassen sich im direkten Gespräch Konflikte oder gegensätzliche Perspektiven analysieren.

Radical Candor

Möglichst direkt aber dennoch respektvoll: Radical Candor verbindet wichtige Faktoren, um durch Feedback Veränderung zu bewirken.

Agile Methoden: Kommunikation verbessern
Agile Methoden in der Führung

Verantwortlichkeiten definieren

Oftmals arbeiten Teams nicht effektiv, weil die Rollen und Verantwortlichkeiten nur unzureichend geklärt sind. Die folgenden agilen Methoden sorgen für eine klare Rollenbeschreibung und Aufgabenzuordnung.

Agile Role Mapping

Zwei Tools in einer Methode: Kurzbeschreibung für eine schnelle Übersicht und detaillierte Definition für ein klares, gemeinsames Verständnis zu einer Rolle.

DACI Model

Als Alternative zu RASCI hilft diese Methode speziell bei der Zuordnung von Verantwortlichkeiten für die Stakeholder im Produktmanagement.

Delegation Poker

Mit diesem spielerischen Ansatz definieren Führungskräfte gemeinsam mit ihrem Team, welchen Entscheidungsrahmen es aktuell und perspektivisch hat.

RASCI Matrix

Wer ist verantwortlich? Wer muss nur informiert werden? Mit dieser Methode entsteht ein gemeinsames Bild von Verantwortlichkeiten.

Team Decision Matrix

Mit dieser Matrix legt ein Team fest, wie viele Personen im Team an einer Entscheidung beteiligt sein sollten.

Agile Methoden: Verantwortungen definieren mit Agile Role Mapping
Agile Methoden in der Führung

Wissen teilen

Komplexe Herausforderungen erfordern die kollektive Intelligenz der Mitarbeiter. Die folgenden agilen Methoden ermöglichen die erforderliche Vernetzung, um Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsam neue Perspektiven zu eröffnen.

Barcamp

In diesen Veranstaltungen ohne definiertes Agenda entscheiden die Teilnehmenden, worüber sie sich austauschen wollen.

Fuckup Nights

Über Misserfolge sprechen: So wird eine Fehlerkultur gefördert, in der offen mit Fehlschlägen umgegangen wird, um daraus zu lernen.

Lean Coffee

Bei diesem Meeting-Format legen die Teilnehmenden die Agenda selbst fest. So werden Themen besprochen, die für alle Teilnehmer wichtig sind.

Open Space

In diesem Innovationsformat kommen Menschen mit verschiedenen Perspektiven zusammen, um in kurzer Zeit eine komplexe Fragestellung zu lösen.

Pecha Kucha

Bei diesem Präsentationsformat werden 20 Bilder jeweils 20 Sek. eingeblendet. So lernen Teams sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Working out Loud

In diesem Programm über 12 Wochen unterstützen sich Menschen aus unterschiedlichen Bereichen selbstgesteckte (Lern-)Ziele zu erreichen.

World Cafe

Ein Austauschformat, bei dem Teilnehmer*innen an Themen-Tischen rotieren, um unterschiedliche Perspektiven zu sammeln.

Agile Methoden: Wissen teilen

Impulse zu Innovationen & agilen Arbeitswelten

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